So schnell vergeht die Zeit

 

 

 

Gerade erst losgeflogen und schon wieder zurück. Die Insel ist wirklich sehr vielfältig, die Luft und das Wasser – meist – sehr sauber.
In Barlovento war es am Anfang nicht wirklich warm, das änderte sich aber während des Aufenthaltes. Am letzten Tag hatten wir noch einen schönen Badetag bei La Fajana bei etwa 24° C eingelegt und oben auf etwa 550 m waren es immer noch 19,5° C. Die meisten Palmeros sind wirklich nette und hilfsbereite Menschen, Ausnahmen gibt es immer. Die ersten Tage waren wir mangels Mietwagen auf die nähere Umgebung beschränkt, aber auch dort gab es genug zu sehen, üppiges grün, vielfältige Pflanzenwelt, bizarre Felsformationen, die wie aus einer anderen Welt zu stammen schienen. Die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert, man sollte sich aber auf die Aussagen in den Reiseführern über Schwierigkeitsgrad und Länge nicht allzu sehr verlassen, denn aus 2 1/2 Stunden können schnell auch fünf Stunden werden und was für den einen gemütlich erscheint, ist für den anderen etwas mühsam. Ich habe mich erst einmal darauf konzentriert, Insel und Menschen kennenzulernen, habe mich aber auch in Tazacorte, Mazo, Brena, Santa Cruz und anderswo umgeschaut, jeder Ort hat seine Reize und Möglichkeiten. Man kann wandern, schwimmen, paragleiten, Boot fahren und einiges mehr. Makler habe ich nicht kontaktiert, ich bin ja nicht in Eile und überstürzen möchte ich auch nichts. Aber mit Residentes habe ich mich ausgetauscht und diese bestätigten meinen Eindruck, dass La Palma noch nicht das Ärgste überstanden hat, es wird zwar überall gebaut und erneuert – unsere Zufahrtsstraße war von 9 – 11 Uhr, dann ab 17:30 – 20 Uhr und von 20:30 – 22 Uhr wegen Bauarbeiten gesperrt, somit war Barlovento zu diesen Zeiten nur von der Nordwestseite erreichbar – aber Tourismus und Landwirtschaft, wovon die Insel hauptsächlich lebt, schwächeln immer noch sehr stark. Industrie gibt es sehr wenig, nur noch Dienstleistungen und Handwerk neben den vielen Straßenarbeitern.
Jede Inselseite hat ihre Reize, so ist es in Barlovento (Nordosten) immer feucht, manchmal recht kühl, wenn die Sonne scheint, kann es trotzdem kühl sein im Winter. In Garafia (Nordwesten) ist es meist frisch und windig, aber sonniger. Im Osten ist es meist wolkiger und etwas windiger, aber keineswegs kühl (um die 20 – 23 Grad im Winter), im Süden ist es trocken und karg, es ist hier nicht mehr so bergig, im Westen kann es zwar auch bewölkt sein, aber nicht so häufig, wie im Osten, die Regenmenge ist hier auch geringer, meist herschen hier angenehme Temperaturen und die Sonne scheint fast immer. Für Paragleiten eignet sich Puerto Naos sehr gut. Über die ganze Insel wehen tagein, tagaus die Passatwinde, die auch den Regen mitbringen, somit ist mit Windstille nicht zu rechnen.
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In wenigen Tagen ist es soweit

Die Reiseunterlagen sind alle da und meiner Reise nach La Palma steht nichts mehr im Wege. Ich werde aber auch die Zeit nutzen, um meine Batterien neu aufzutanken, denn es ist ja schließlich mein Urlaub. Ich werde aber auch einige Makler, die ich mir herausgesucht habe, aufsuchen und mir evtl. das eine oder andere Anwesen anschauen, kaufen geht ja noch nicht, da ich dazu die N.I.E benötige und auch noch das nötige Kapital noch nicht vorhanden ist, vielleicht beantrage ich die N.I.E. gleich während meines Aufenthaltes, aber man kann das auch hier in Deutschland über das spanische Konsulat / Botschaft in Angriff nehmen. Mit der Roadmap hat es noch nicht geklappt, da bin ich noch am Tüfteln.

Da es mit Internet etwas schwierig ist während meines Aufenthaltes, werde ich Bilder erst nach meiner Rückkehr laden.

Also, dann drückt mir mal die Daumen, dass alles so klappt, wie ich mir das vorstelle.

Wann kommen Bilder?

Oft werde ich gefragt, wann die angekündigten Bilder kommen. Dazu gibt es eine einfache Erklärung. Bilder, die so im Internet zu finden sind, stehen meist unter Urheberschutz, die einzustellen, kann sehr teuer werden. Also müsst Ihr schon bis Ende diesen Jahres warten, wenn ich dann selbst geschossene Fotos hier einstelle. Das ist leider so und daran lässt sich nichts ändern. Im Moment nehme ich mir erst einmal eine Auszeit von meiner Recherche und hoffe, dass es nächste Woche wieder neues zu berichten gibt. So richtig spannend und interessant wird es meiner Meinung nach, wenn das Projekt erste konkrete Formen annimmt, im Moment sind es ja noch Gedankenspiele. Aber es wird ganz sicher Ende diesen Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres sehr konkret. Also bleibt interessiert und neugierig, Ihr könnt auch gerne Fragen stellen. Bis dahin Stay Tuned.

Wie kam ich eigentlich auf La Palma?

Nun, dass ich in Südamerika meine ersten Berührungspunkte mit Kultur spanischen Ursprungs hatte, erzählte ich ja bereits. Ich war jeweils vier Wochen in Equador und in Chile, hatte in Equador gar keine Lust, wieder in die Heimat zurückzukehren, das war 1991, ich hatte eine Anlage mit etwa 20 heruntergekommenen Ferienbungalows ins Auge gefasst, allein meine Feigheit hinderte mich daran, das durchzuziehen. Außerdem ist Equador sehr weit weg, min. 15 Stunden Flug. Chile gefiel mir auch sehr gut, nur gab es zum einen das gleiche große Hindernis der Enfernung, zum anderen leben dort sehr viele Deutsche mit, sagen wir mal, zweifelhaftem Hintergrund. In 2002 war ich auf Kuba, sehr sehr schön, quirliges Volk, authentisch, tolles Gefühl, die Leute waren trotz ihrer sehr einfachen Lebenssituation wirklich sehr nett und das war nicht gespielt. Allerdings ist in Kuba, wie auch in den anderen beiden Ländern die Rechtslage nicht eindeutig und die politische Lage meiner Meinung nach sehr unsicher. Also nichts mit Leben und Arbeiten in diesen Ländern. Das Europäische Festland kommt auch nicht in Frage, entweder zu ruhig oder zu überlaufen und die Gegenden, die in Frage kämen, sind sehr teuer. Auf Mallorca sind die Preise unverschämt hoch. Da ich schon auf Teneriffa und La Gomera war und es mir dort unter ein paar Einschränkungen sehr gut gefallen hat, kam ich auf die Idee, mal dort nach Möglichkeiten zu recherchieren, Ergebnis war, dass dort sehr schöne Objekte zu finden, aber sie meist recht teuer sind.

Da aber La Palma touristisch relativ jungfräulich ist und durch die Bodenreform und Bebauungspläne eine solide Rechtsgrundlage geschaffen wurde und hier europäisches Recht gilt, bietet La Palma beste Voraussetzungen, um sich dort niederzulassen. Durch die günstigen Klimabedingungen – im Sommer selten über 30, im Winter selten unter 20 Grad auf Meereshöhe, es sei denn, es herrscht „Calima“, ein heißer Saharawind, der den Wüstensand bis auf die Kanaren trägt und die Temperaturen bis auf über 40 Grad hochtreiben kann – sind die Kanaren bestens geeignet, um sich dort niederzulassen. Aber keine Angst, bevor der Wüstensand der Sahara mit seiner Hitze auf La Palma nieder geht und dort Schäden verursacht, sucht er erst einmal die vorgelagerten Inseln Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und La Gomera Heim. Deshalb ist der Westen und vor allem der Südwesten der Insel am besten für solch ein Unterfangen die beste Wahl, über mehr als 500 – 600 Höhenmeter sollte die Finca nicht liegen, denn pro hundert Höhenmeter wird es laut Kanarischer Fausregel etwa um ein Grad kühler, also kann es auf 1000 bis 1500 Metern schonmal sehr frisch werden, gerade im Winter. Also, dicke Kleidung ist durchaus angebracht. Etwa 5 Stunden Flug erscheinen mir durchaus akzeptabel, also eine gute Wahl, den alternativ kann man auch vom spanischen Festland aus zur Insel gelangen.

Wie geht es weiter?

Jede Woche, je nachdem, was es zu berichten gibt, werde ich hier schreiben. Im Moment wird erst einmal verkauft, was nicht benötigt wird und Geld bringt. Schließlich benötige ich Kapital, um mir im Frühjahr 2016 eine Finca zu kaufen. Zuerst werde ich dann ein bis zwei Mal im Jahr auf die Insel fliegen, um nach dem Rechten zu schauen und kleinere Dinge zu erledigen. In 3 bis 4 Jahren kann es dann richtig los gehen, da dann der Rest meiner Habe verkauft werden kann, nach dem Motto „alles kommt raus“. Ich werde versuchen, ein Grundstück von etwa 3000 qm bis 1 ha (10000qm) zu erwerben, schön wäre natürlich, wenn schon ein kleines, altkanarisches Landhäuschen von 50 qm draufstehen würde, das bewohnbar ist. Die offenen altkanarischen Holzdecken sind ganz besonders schön. Aber zuerst ist, wie bereits erwähnt, der ganze Ballast dran, den ich nicht benötige.

Einige schöne Grundstücke habe ich schon bei Maklern angeschaut, aber die sind ja leider weg, wenn es bei mir soweit ist. Privat, d.h. ohne Makler werde ich nichts machen, das erwähnte ich ja bereits, da es einfacher und sicherer ist und von dem Makler ja noch einige andere Dinge erledigt werden.

Wenn alles soweit bereit ist, muss ich nur noch ein Konto auf der Insel einrichten, wozu ich aber eine Art Steuernummer für Ausländer benötige. Aber ich werde mich im November vor Ort darüber schlau machen. Alle Informationen darüber findet man auf den von mir genannten Seiten.

Wie ich auf La Palma als Domizil kam, kann ich ja, wenn es Euch interessiert, beim nächsten Mal erzählen.