Wie kam ich eigentlich auf La Palma?

Nun, dass ich in Südamerika meine ersten Berührungspunkte mit Kultur spanischen Ursprungs hatte, erzählte ich ja bereits. Ich war jeweils vier Wochen in Equador und in Chile, hatte in Equador gar keine Lust, wieder in die Heimat zurückzukehren, das war 1991, ich hatte eine Anlage mit etwa 20 heruntergekommenen Ferienbungalows ins Auge gefasst, allein meine Feigheit hinderte mich daran, das durchzuziehen. Außerdem ist Equador sehr weit weg, min. 15 Stunden Flug. Chile gefiel mir auch sehr gut, nur gab es zum einen das gleiche große Hindernis der Enfernung, zum anderen leben dort sehr viele Deutsche mit, sagen wir mal, zweifelhaftem Hintergrund. In 2002 war ich auf Kuba, sehr sehr schön, quirliges Volk, authentisch, tolles Gefühl, die Leute waren trotz ihrer sehr einfachen Lebenssituation wirklich sehr nett und das war nicht gespielt. Allerdings ist in Kuba, wie auch in den anderen beiden Ländern die Rechtslage nicht eindeutig und die politische Lage meiner Meinung nach sehr unsicher. Also nichts mit Leben und Arbeiten in diesen Ländern. Das Europäische Festland kommt auch nicht in Frage, entweder zu ruhig oder zu überlaufen und die Gegenden, die in Frage kämen, sind sehr teuer. Auf Mallorca sind die Preise unverschämt hoch. Da ich schon auf Teneriffa und La Gomera war und es mir dort unter ein paar Einschränkungen sehr gut gefallen hat, kam ich auf die Idee, mal dort nach Möglichkeiten zu recherchieren, Ergebnis war, dass dort sehr schöne Objekte zu finden, aber sie meist recht teuer sind.

Da aber La Palma touristisch relativ jungfräulich ist und durch die Bodenreform und Bebauungspläne eine solide Rechtsgrundlage geschaffen wurde und hier europäisches Recht gilt, bietet La Palma beste Voraussetzungen, um sich dort niederzulassen. Durch die günstigen Klimabedingungen – im Sommer selten über 30, im Winter selten unter 20 Grad auf Meereshöhe, es sei denn, es herrscht „Calima“, ein heißer Saharawind, der den Wüstensand bis auf die Kanaren trägt und die Temperaturen bis auf über 40 Grad hochtreiben kann – sind die Kanaren bestens geeignet, um sich dort niederzulassen. Aber keine Angst, bevor der Wüstensand der Sahara mit seiner Hitze auf La Palma nieder geht und dort Schäden verursacht, sucht er erst einmal die vorgelagerten Inseln Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, Gran Canaria und La Gomera Heim. Deshalb ist der Westen und vor allem der Südwesten der Insel am besten für solch ein Unterfangen die beste Wahl, über mehr als 500 – 600 Höhenmeter sollte die Finca nicht liegen, denn pro hundert Höhenmeter wird es laut Kanarischer Fausregel etwa um ein Grad kühler, also kann es auf 1000 bis 1500 Metern schonmal sehr frisch werden, gerade im Winter. Also, dicke Kleidung ist durchaus angebracht. Etwa 5 Stunden Flug erscheinen mir durchaus akzeptabel, also eine gute Wahl, den alternativ kann man auch vom spanischen Festland aus zur Insel gelangen.

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